Montag, 20. Januar 2025

Diese Woche sind im Edeka Tortilla Wraps im Angebot, Mais und Vollkorn.
Während die normalen Mais Wraps schon alle waren, sind die Vollkorn Wraps anscheinend ein Ladenhüter.

Scheinbar ist es in 2024 immer noch so das wenn auf Produkten merkmale wie „Vollkorn" oder gar „Vegan" draufsteht, manche Mitmenschen glauben sie würden nach verzehr in Flammen aufgehen.

Dienstag, 30. Januar 2024

Kaffee

Im Küchenschrank bei meinem Vater steht eine Packung Kaffee.

Mein Vater trinkt keinen Kaffee, Ich auch nicht.

Der Kaffee stand da immer für Claudia.

Claudia ist eine gute Freundin unserer Familie, hat meiner Mutter geholfen bevor Sie gestorben ist, sich um den Haushalt gekümmert.

Und auch nachdem meine Mutter gestorben ist und Sie nicht mehr helfen brauchte, kam Sie immer mal wieder vorbei um sich mit meinem Vater zu unterhalten und einen Kaffee bei uns zu trinken.

Gestern ist Claudia gestorben.

Für Claudia hatten wir immer Kaffee zuhause.

Mittwoch, 27. Dezember 2023

Wolfgang Schäuble ist gestorben

Wolfgang Schäuble ist gestern am 26.12.23 gestorben.

Trauer empfinde Ich nicht, Ich kannte den Mann ja nicht.

Aber Ich konnte Ihn mal mal im Jahre 2016 in Melle aus nächster nähe erleben als er für einen kleinen Vortrag im Forum in Melle eingeladen war.

Jetzt kann man über Wolfgang Schäuble denken und sagen was man möchte, Politisch und Weltanschaulich wären wir sicher nie auf eine linie gekommen, aber mich hat damals die Energie die Wolfgang Schäuble umgab schwer beeindruckt.

Schäuble wurde 1990 bei einem Attentat schwer verletzt, so schwer das er von da an im Rollstuhl sass.

Das hielt Ihn aber nicht davon ab sein Politisches Engagement fortzusetzen, bis zu seinem Tod teil des Deutschen Bundestages zu sein und ein vitales Leben zu führen.

Und daher, auch wenn man vielleicht nie gross Schnittmengen mit Ihm teilte, diese "Jetzt erst recht" Haltung, die sollte man sich zum Vorbild machen.

Christian Huth, Wolfgang Schäuble und Andre Berghegger, 2016, Forum Melle


Dienstag, 28. November 2023

Schneeengel

Ich habe heute das Bild eines Engels gesehen.

Der Engel aber war kein Engel, es war ein Mann.

Der Mann war tot. Ein toter Soldat, hinter ihm stand ein Panzer.

Der Mann lag an der Erde die Beine und Arme von sich gestreckt

als hätte er sich erschöpft aber glücklich in den Schnee geworfen für einen Schneeengel.

Aber anstatt einen Engel in den Schnee zu machen war

der Mann nun von Schnee bedeckt.

Dieser Mann war nun ein Engel, ein Engel im Schnee.

Viele sehen in diesem Bild nur ein Bild, ein Bild das man schnell wieder vergessen kann. Ein Bild das viele schnell wieder vergessen werden. Wenn das Bild eines solchen Engels ist etwas gewöhnliches geworden, etwas das man schnell wieder vergisst, vergessen möchte.

Ich vergesse dieses Bild nicht, sehe ich auf dem Bild doch nicht nur einen toten Engel. Ich sehe vielleicht einen Bruder, vielleicht einen Vater, aber ganz bestimmt einen Sohn.

Ich sehe jemanden der so wie Ich manchmal lange und lustlos für seine Schulaufgaben lernen musste, auch wenn es in einer anderen Sprache war, der auch aufgeregt war als er schwimmen lernte und nicht wusste wie Ihm geschah als er sich das erste mal verliebte.

Dieser Mann Ist nun nicht mehr, er ist nur noch ein Engel im Schnee, ein Schneeengel der bald vergeht. Und so wie der Schneeengel vergeht wird auch unerzählt seine Geschichte vergehen, verweht und vergessen.

Und als meine aufmerksamkeit von diesem Bild abschweift fällt es auf ein anderes Bild bei mir an der Wand. Ein Bild eines knienden Soldaten in einem Meer aus Gräbern, mit Kreuzen gemacht aus Helmen und Gewehren, in sich versunken und verzweifelt fragend: “Warum?”.



(C) by Chris Huth, November 2023

Samstag, 22. Oktober 2022

Fussball WM in Katar boykottieren? Bitte ja

Menschenrechtsorganisationen haben es dokumentiert, die Vorbereitungen zur Fussball WM in Katar haben Opfer gefordert, man geht von ca. 15.000 Toten Arbeitskräften aus die in Folge von schlechten Unterkünften und Arbeitsunfällen ums Leben gekommen sind, darüber hinaus zahlreiche Verstösse gegen die Menschenrechte und die Arbeitsrechte.
Kritiker der WM fordern deswegen zurecht seit Jahren, diese WM darf so in Katar nicht stattfinden und fordern die Fussballwelt auf dieses Turnier zu boykottieren.
 
Natürlich kann man dagegen halten, auch andere Weltmeisterschaften und Olympische Spiele konnten nur stattfinden weil Menschen aus ihrem Lebensraum verdrängt wurden um Sportstätten zu errichten und auch die Arbeitsbedingungen in anderen Ländern sind nicht akzeptabel.
 
Aber, nie zuvor wurden so schwere Verstösse gegen die Menschlichkeit dokumentiert wie auf den Baustellen der Fussball-WM in Katar, der Veranstalter hat hier einen neuen Massstab an Blutzoll für ein weltweites Sportereignis gelegt.
 
Und auch wenn andere Turniere unter kritischen Bedingungen durchgeführt werden, hier und heute sollte schluss sein und auch wenn Politik, Fussballorganisationen und Konzerne dieses Turnier mit Gewalt durchbringen wollen, wir, die Zuschauer, die Fans, sind diejenigen die dieses Turnier zu einem finanziellen Desaster verkommen lassen können, einfach indem wir es ignorieren und der Welt des Sportbusiness zeigen, Wir sind nicht bereit 4 Wochen kurzweilige Fussballunterhaltung im tausch für 15.000 Menschenleben zu geniessen.
 
Zwar versuchen einzelne Vereine und Fussballverbände wie der DFB kleine Signale zu setzen, wie z.b ein in Trauerflor gestaltetes Trikot, aber das ist einfach nicht genug.
 
Wir, und nur wir, haben die Macht dieses Turnier zu einem Finanziellen Desaster für alle Beteiligten zu machen.
 
Kauft keine Produkte mit WM-Logo, kauft keine Trikots, schaut nicht die Spiele.
Boykottiert diese Fussballweltmeisterschaft.
 
Nur wenn dieses Turnier für die Veranstalter zu einer finanziellen Katastrophe wird, werden die entscheider künftig zweimal prüfen an wen eine WM vergeben wird.
 
 
 
 

Dienstag, 31. Mai 2022

Warum verrät die Bundeswehr ihre eigenen Soldaten?

Wenn man zur Zeit etwas von der Bundeswehr in der Presse liest, geht es um zwei Themen.
100 Milliarden Euro Sondervermögen für neue Ausrüstung und Kameradin Anastasia Biefang.

Anastasia Biefang ist Jahrgang 1974, Transsexuell und Offizierin bei der Bundeswehr, Rang Oberstleutnant, Battallionskommandeurin.
 
Weil Sie Ihre Sexualität offen auslebt und u.a. auf dem Datingportal „Tinder“ nach kontakten suchte, erhielt Sie einen Disziplinarischen Verweis von der Bundeswehr.
 
Mich verwirrt diese Praxis in einer Bundeswehr im Jahre 2022.

Die letzten 20 Jahre dienten tausende Soldaten der Bundeswehr in verschiedenen Auslandseinsätzen, bis zum Sommer 2021 in Afghanistan.
Nun mag jeder Soldat andere Motive gehabt haben an einem Auslandseinsatz teilzunehmen, Abenteuerlust, Karriere, Geld, „Die Welt verändern“ …. whatever.
Aber alle einte die tatsache das Sie an einem Einsatz teilnehmen, dessen Teilziel es war den Menschen in Afghanistan Freiheit zu verschaffen, so war zumindest die offizielle Doktrin.
Und unsere Soldatinnen und Soldaten haben den Menschen freiräume geschaffen, Kinder die zur Schule gehen konnten, Private Organisationen wie Skate Aid von Titus Dittmann bekamen Raum um auch Mädchen an neue Sportarten heranzuführen, Frauen bekamen die möglichkeit Ausbildung und Karriere zu machen.

Mehr als 50 Soldaten wurden bei dem Einsatz im Laufe der Jahre getötet, noch viel mehr schwer verletzt, hunderte oder tausende Soldaten leiden an Spätfolgen wie einer PTBS-Erkrankung.

Man kann also behaupten, die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr haben in den vergangenen 20 Jahren auch schwere Opfer gebracht um der „Freiheit“ auch in einem Land wie Afghanistan möglich viel Raum zu geben.
 
Daher macht es wütend das eine Kameradin wie Oberstleutnant Anastasia Biefang im Jahre 2022 von ihrem Dienstherrn, für den Sie selber zweimal im Einsatz war, genau diese Freiheit, für die unsere Soldaten über Jahre eingetreten sind, verweigert wird.
 
Kameradin Biefang hat, wie schon tausende Soldaten vor Ihr, Privat Kontakte gesucht, nichts weiter.
Und wenn einem verdienten Mitglied unserer Gesellschaft genau dieses stück Freiheit vorenthalten wird, wofür kämpfen wir dann noch?

Samstag, 12. März 2022

Der Tag an dem Ich mich schämte Deutscher und Europäer zu sein

 Wir schreiben den 10 März 2022 und wir erleben etwas das Ich nicht mehr für möglich gehalten habe, Massengräber in Europa, in der Ukraine.

Es ist unfassbar das es das Regime von Diktator Putin geschafft hat praktisch alle Friedenssichernden Institutionen dieser Welt, UNO, NATO, EU, etc. quasi handlungsunfähig zu machen und somit unbehelligt von Drittstaaten einen Angriffskrieg in der Ukraine führen kann.

Und Europa schaut zu, erpresst von einer wilden Drohung mit Atomwaffen, fürchtet sich Europa so in den Konflikt einzugreifen dass das sinnlose Töten endet.
Und mit sinnlos meine Ich bei beiden Kriegsparteien, Ukrainische Bevölkerung und Russische Armee, kaum ein Russischer Soldat wird wirklich Interesse haben in einem Krieg gegen Menschen zu kämpfen, mit denen er vielleicht schonmal gemeinsam im Stadion gesessen hat.

Die tatsache das wir unsere kurzfristigen Ökonomischen Belange über diesen Völkermord stellen beschämt mich so sehr, das Ich mich erstmal wirklich schäme Deutscher und Europäer zu sein.

Samstag, 19. Februar 2022

Leute, kauft euch eine Schreibmaschine !

Wenn Ich irgendjemanden zu irgendwas raten soll ..... 

Besorgt euch eine Schreibmaschine !

Ich habe diese Olympia (SM9 ?) vor kurzem aus dem Keller geholt, gereinigt und mit etwas WD40 wieder gangbar gemacht.

Eine Schreibmaschine ist einfach praktisch.

Wenn man Formulare für die Krankenkasse ausfüllen muss, es geht schnell und alles geschriebene ist garantiert lesbar.

Die (Mechanische) Schreibmaschine ist stets bereit, braucht keinen Strom und kann jederzeit benutzt werden.

Ich fülle mit meiner Schreibmaschine Formulare aus, wenn Ich was verschicke tippe Ich den Aufkleber für den Absender und Empfänger.

Und auch kleine Spielereien sind drin.

Schreibmaschinen bekommt Ihr schon für wenig Geld bei Ebay Kleinanzeigen oder beim Trödler.


Diese Woche sind im Edeka Tortilla Wraps im Angebot, Mais und Vollkorn. Während die normalen Mais Wraps schon alle waren, sind die Vollkorn ...