Anastasia Biefang ist Jahrgang 1974, Transsexuell und Offizierin bei der Bundeswehr, Rang Oberstleutnant, Battallionskommandeurin.
Die letzten 20 Jahre dienten tausende Soldaten der Bundeswehr in verschiedenen Auslandseinsätzen, bis zum Sommer 2021 in Afghanistan.
Nun mag jeder Soldat andere Motive gehabt haben an einem Auslandseinsatz teilzunehmen, Abenteuerlust, Karriere, Geld, „Die Welt verändern“ …. whatever.
Aber alle einte die tatsache das Sie an einem Einsatz teilnehmen, dessen Teilziel es war den Menschen in Afghanistan Freiheit zu verschaffen, so war zumindest die offizielle Doktrin.
Und unsere Soldatinnen und Soldaten haben den Menschen freiräume geschaffen, Kinder die zur Schule gehen konnten, Private Organisationen wie Skate Aid von Titus Dittmann bekamen Raum um auch Mädchen an neue Sportarten heranzuführen, Frauen bekamen die möglichkeit Ausbildung und Karriere zu machen.
Mehr als 50 Soldaten wurden bei dem Einsatz im Laufe der Jahre getötet, noch viel mehr schwer verletzt, hunderte oder tausende Soldaten leiden an Spätfolgen wie einer PTBS-Erkrankung.
Man kann also behaupten, die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr haben in den vergangenen 20 Jahren auch schwere Opfer gebracht um der „Freiheit“ auch in einem Land wie Afghanistan möglich viel Raum zu geben.
Und wenn einem verdienten Mitglied unserer Gesellschaft genau dieses stück Freiheit vorenthalten wird, wofür kämpfen wir dann noch?